Ich plante also meine Tour nach Ljubliana. Insgesamt sollten es gute 20 km one way sein und tatsächlich war auch der gesamte Weg auf Radwegen oder ruhigen Nebenstraßen zu fahren.
Die Anfahrt in die Innenstadt hatte zig Ampeln, die alle immer genau dann auf Rot sprang, wenn ich da war. Das war nervig, zumal es super warm war. Irgendwann kam ich im Zentrum an und ich parkte mein Rad an einem belebten Café, doppelt gesichert mit meinem Schloss und zusätzlich diesmal mit dem billigen Zahlenschloss.


Ich schlenderte durch die schöne Stadt, entlang an der Ljubljanica, die durch die Stadt fließt und über den Markt, auf dem ich mir noch ein Kleid kaufte. Nach 3h war der Stadtbummel beendet und ich wollte wieder zurück zum Campingplatz radeln.



Das kleine, billige Zahlenschloss, mit dem ich ausnahmsweise mein Rad zusätzlich an dem Pöller befestigt hatte, ließ sich jedoch ums Verrecken nicht öffnen. Und nein, ich hatte nicht die Zahlenkombination vergessen!! Es war wie verhext und ich probierte es bestimmt 30 Minuten lang. Nix zu machen. Aus der Ferne und per Telefon konnte Michel mir natürlich auch nicht helfen.
Zum Glück liefen mir 5 deutsche junge Männer über den Weg, die ich fragte, ob sie mir helfen könnten. Und tatsächlich schafften sie es nach recht kurzer Zeit, das Schloss mit Hilfe der Sattelstütze als Hebel zu sprengen. Puh, Glück gehabt.
Ich drückte ihnen 20 Euro für ihre Hilfe in die Hand. Davon haben sie sich hoffentlich ein Bier gegönnt und auf mein Wohl getrunken.
Mein Rückweg verlief dann ohne weiteren Vorkommnisse.
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