Heute sind wir früh aus den Federn, um unsere Sachen zusammen zu packen, zu frühstücken, die Ferienwohnung leer zu räumen und das Auto zu packen und die Räder auf den Radträger zu laden. Da wir weiter nach Osten wollen und so nah an Lourdes vorbei kommen, haben wir uns entschieden einen Abstecher in den berühmte Wallfahrtsort einzuplanen.

Wir brauchten 2,5 Stunden für die 140km Strecke, wieder gab es gesperrte Straßen auf der Route und die Déviation ist hier oft sehr spärlich bis nicht ausgeschildert. Mittags erreichten wir den Ort und parkten etwa 2km entfernt von der Grotte. Wir spazierten bei tollem Sommerwetter in den Ort, wo eine Straße hinunter zur Kirche führt, die gesäumt ist von unzähligen Läden die massenhaft leere Kanister/Flaschen, weiße Madonnen und sonstige katholische Andenken anbieten.

Der Blick auf den „Heiligen Bezirk“, mutet schon merkwürdig an, ein riesiger Vorplatz/Areal vor den 3 großen Kirchenbauten, die oberhalb der Grotte gebaut wurden. In der Nähe dieser Grotte Massabielle (Massevieille, „alter Fels“) soll 1858 Bernadette Soubirous mehrfach Erscheinungen einer weiß gekleideten Frau gehabt haben. Ich führe das hier nicht weiter aus und verweise gerne auf den link hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Lourdes

Die Basilika fanden wir ziemlich pompös, die unterirdische Basilika Saint-Pie X sehr schlicht. Nach den Kirchen schauten wir uns die Grotte an, dort war trotz Hauptsaison recht wenig los, wie man an den leeren kanalisierten Zugängen sehen konnte.

Der Quelle dort werden Heilkräfte zugeschrieben, daher auch diese massenhafte Selbst-Abfüllung von Quellwasser aus unzähligen Zapfstellen. Natürlich durfte auch eine Portion für meine Mutter und Juttas Eltern nicht fehlen.

Wieder am Auto angekommen, kauften wir noch Lebensmittel ein und setzten dann die Fahrt nach Guchen, zu unserer nächsten Unterkunft fort. Nach 70 weiteren KM, erreichten wir den Ort gegen 16:30 und hatte etwas Mühe die Unterkunft zu finden, Jutta suchte schließlich nach Häusern mit Schlüsseltresoren an der Haustüre und fand das Haus.

Etwa 100m entfernt vor dem Bürgermeisteramt können wir den Wagen abstellen und so brachten wir unser Gepäck in mehreren Fuhren ins Appartement. Dies ist deutlich kleiner als das Letzte, verfügt aber über 2 Zimmer im 1.OG und im EG gibt es einen kleinen Raum wo wir die E-bikes abstellen können. Auf unserem Mini Balkon konnten ich die noch feuchten Klamotten aus der Waschmaschinenladung von gestern trocken.

Ich schaute noch das heutige Etappenfinale der Tour de France Femmes und kochte am Abend Fisch mit Tortellini.

Der Ort Guchen ist sehr klein, aber ein guter Ausgangspunkt für Radtouren zu einigen legendären Pyrenäen Pässen, wie dem Col d‘ Aspin oder dem Col de Peyresourde.