Erzabbau in Nordschweden und beheizbare Fischerhütte

Nach kalter Nacht und Morgenkaffee dank Spannungswandler und Zusatzbatterie fuhren wir die 11km Schotterpiste vom NP Eingang zur Straße zurück und dann auf der E45 weiter nordwärts.

Die Rentier-Sichtung auf die war bei der Wanderung gestern gehofft haben, machten wir dann mehrfach direkt im Straßengraben, wo die Tiere sich recht entspannt verhalten, solange man ihnen nicht zu sehr auf die Pelle rückt.

Lange Strecken auf der E45 sind derzeit auch nur geschottert, wegen Fahrbahnerneuerung. Das war eine ziemlich staubige Angelegenheit.

Wir steuerten die Stadt Gällivare an, die mit der Stadt Malmberget die 3. größte Gemeinde Schwedens ist und somit größer als beispielsweise Schleswig-Holstein oder Thüringen!!! Bekannt ist die Stadt aber vor allen Dingen wegen des Eisenerzabbaus. Hier befinden sich, nach Kiruna das zweitgrößte Abbaugebiet des Landes. Dies führt auch zu großen Problemen, die tiefen Stollenanlagen unter Tage führen beispielsweise dazu, dass sich im Malmberget ein riesiges Loch aufgetan hat und der komplette Ort umgesiedelt wird. Man erwartet, dass schon in 5 Jahren kein Mensch mehr dort leben wird!!!!!

Diese Kirche ist schon an den Rand der Gemeinde versetzt worden und der Pfarrer der uns an der verschlossenen Türe gesehen hat war so freundlich uns zu öffnen und das Licht an zu machen.

Wir fuhren dann noch etwa 60km weiter bis zu einem kleinen See an dem es eine beheizbare Hütte gibt, die ein Angelverein betreibt. Zusätzlich gibt es noch eine Draußen-Sitzgelegenheit, einen Steg, einen Holzschober und das obligatorische PL. Es steht angeschlagen, dass man die Hütte gerne nutzen darf, nur auf keinen Fall übernachten darin. Das ist für uns ja auch nicht erforderlich.

Der verlockende Rundweg um den See stellte sich als ein Dickicht ohne erkennbaren Pfad heraus. Auf dem Umweg über eine kleine Siedlung entdeckte ich 2 interessante Schneemobil Anhänger.

Den Abend verbrachten wir mit kochen, essen, schreiben und spielen und alles mit Stehhöhe. Wir haben den Windschutz und die Wärme sehr genossen. Vielen Dank dem Soutujärvi Angelverein!!!

3 Kommentare

  1. Das sieht nach einem gelungenen Tag aus. Toll, dass diese Vereinshütten den Wanderern und Urlaubern zugänglich gemacht werden. Und immer lecker Essen bei euch 😉

    • Michel

      14. Juni 2022 um 13:25

      Ja da hast du Recht, sowohl für diese Angelvereinshütte, vor allem aber für die NP Hütten. Coole Sache. Danke Marie

    • Das leckere Essen machte meist Michel.

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